Um das rund 1.350 Kilometer lange Schienennetz in Schleswig-Holstein stabiler und attraktiver zu machen, hat das Land gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der AKN Eisenbahn GmbH ein Arbeitspaket mit 13 zusätzlichen Schienenprojekten geschnürt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 900 Millionen Euro. Allein aus dem Sondervermögen des Bundes für die Länder fließen in den kommenden Jahren zusätzlich 200 Millionen Euro in das Schienennetz. Ziel ist es, Aus- und Neubauten, Sanierungen, Elektrifizierungen und Reaktivierungen früher umzusetzen als bislang geplant. Ein zentrales Thema bleibt die Marschbahn zwischen Niebüll und Westerland, eines der größten Nadelöhre im Land.
Ebenfalls ganz oben auf der Agenda steht die Fertigstellung der neuen Schleibrücke in Lindaunis. Nach Abschluss der Bauarbeiten zum Jahreswechsel 2027/2028 soll der Regionalexpress 72 wieder durchgehend zwischen Flensburg und Kiel verkehren. Erstmals ist zudem ein regelmäßiger Halt in Lindaunis vorgesehen, ermöglicht durch eine aus dem Sondervermögen finanzierte Bahnsteigverlängerung. Weitere Mittel fließen in Bahnsteigverlängerungen auf der Strecke Kiel–Hamburg, um künftig längere Züge einsetzen zu können. Geplant sind außerdem Ausbauten der Strecken Neumünster–Bad Oldesloe und Kiel–Preetz, Maßnahmen im Knoten Flensburg sowie die Reaktivierung der Strecke Bergedorf–Geesthacht.